Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit um 1800

Interdisziplinärer Workshop des Graduiertenkollegs im Exzellenznetzwerk "Aufklärung – Religion – Wissen"

2.-3. Februar 2009

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Franckeplatz 1, Haus 54
Christian-Thomasius-Zimmer
06110 Halle

Die Relation von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit bildet ein markantes Problemfeld in ästhetischer Theorie und Praxis um 1800. Ausgehend von der These, dass an der Jahrhundertschwelle ein Paradigmenwechsel hinsichtlich dieser Relation greifbar wird, möchte der Workshop den betreffenden Prozess innerhalb von Literatur, Kunst und Philosophie nachzeichnen. Die spezifischen Gestalten, in denen das Verhältnis von Sicht- und Unsichtbarkeit in Erscheinung tritt, sollen dabei in erster Linie unter dem Gesichtspunkt des Gegen- und Ineinanders von Wahrnehmung und Imagination betrachtet werden.

Programm

Montag, 2. Februar 2009
14:15 Grußwort von Udo Sträter (Halle)
14:30 Dirk Uhlmann (Münster/Halle)
Einführung
I. Spekulative Naturphilosophie
15:00 Hania Siebenpfeiffer (Greifswald)
Sichtbarkeit als Garant von Wissen. Konstellationen des Sichtbaren und Unsichtbaren bei Kant
15:45 Jürgen Kaufmann (Heidelberg/Halle)
Die werktätige Natur und die Sichtbarkeit der Seele in Schellings Philosophie der Kunst
16:30 Kaffeepause
17:00 Florian Sprenger (Wien)
Sternenstaub – Zur Anschaulichkeit elektrischer Phänomene Ende des 18. Jahrhunderts
17:45 Michael Neumann (Dresden)
Die Sichtbarkeit der Vollkommenheit. Astronomie und Imagination um 1800
19:00 Sektempfang
Dienstag, 3. Februar 2009
II. Literatur und Einbildungskraft
9:30 Dirk Uhlmann (Münster/Halle)
Die artifizielle Präsenz des Ritters Gluck
10:15 Christian Weber (Tallahassee/Florida)
Phänomenologie der visuellen Einbildungskraft im 18. Jahrhundert
11:00 Kaffeepause
11:30 Christina Bischoff (Paderborn)
Der Norden im Süden. Imaginationskonzepte in Frankreich um die Jahrhundertwende
12:15 Mittagspause
III. Formen der Sichtbarkeit
14:00 Norman Kasper (Halle)
Purifikation und Reduktion. Bildästhetische Positionen zwischen sensualistischen und konstruktiven Tendenzen
14:45 Charlotte Kurbjuhn (Berlin)
Konturen des (Un)Sichtbaren: Eine ästhetische Kategorie als Grenzphänomen
15:30 Kaffeepause
16:00 Daniela Bohde (Frankfurt a. M.)
Johann Caspar Lavaters Physiognomik und die Sichtbarkeit des Unsichtbaren
16:45 Martin Kirves (Berlin/Halle)
Visionäre Erkenntnis. Caspar David Friedrichs Konkretionen des Unsichtbaren
17:30 Abschlussdiskussion


Organisation:
Jürgen Kaufmann, Martin Kirves, Kristin Reichel, Dirk Uhlmann (Arbeitsgruppe "Ästhetik")

Kontakt:
juergen.kaufmann@netzwerk-arw.uni-halle.de